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Praxis für Hämatologie und Onkologie

Das Team der Praxis für Hämatologie und Onkologie
Das Team der Praxis für Hämatologie und Onkologie

Als Fachärzte für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie sind wir auf die Diagnostik und medikamentöse Therapie von Tumoren und Blutkrankheiten spezialisiert. Unser Ziel ist es, in jeder Phase der Erkrankung eine passgenaue Therapie anzubieten, die bei höchsten Therapiechancen eine größtmögliche Beschwerdefreiheit auch hinsichtlich der Nebenwirkungen ermöglicht.
Menschen mit Tumorerkrankungen brauchen oft ergänzende Hilfe. Wir setzen einen weiteren Schwerpunkt auf die palliativmedizinische Betreuung, also individuelle Schmerztherapie, Ernährungsberatung und Ernährungstherapie. Wir vermitteln Ihnen psychoonkologische Hilfe, Hilfsmittel, Krankengymnastik und sozialmedizinische Beratung oder helfen Ihnen, die Versorgung zu Hause zu organisieren, wenn das nötig ist.
Wir sind Mitglied des zertifizierten Onkologischen Zentrums des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn (DGHO) und des zertifizierten Studienzentrums.


Behandlung
Für einen bestmöglichen Therapieerfolg ist ein integriertes Behandlungskonzept notwendig.

Wir unterteilen die Behandlung in vier Therapieschritte, die wir gemeinsam mit allen an der Behandlung beteiligten Haus- und Fachärzten abstimmen.

1. Diagnostik
Neben der internistischen Untersuchung gehören die Ultraschalluntersuchungen, mikroskopische Befundung von Blut- und Knochenmarkausstrichen sowie von Gewebeflüssigkeiten zu unseren Kernaufgaben. Die Kooperation mit den benachbarten Pathologen und Laborärzten sowie im Bedarfsfall mit den Kliniken des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn sichert zusätzlich eine schnelle Diagnostik auf höchstem Niveau.

2. Beratung
Nach der Diagnostik und vor einer Therapie steht die Beratung. Mit Ihnen und Personen Ihres Vertrauens sprechen wir gemeinsam über Erkrankung, Verlauf, Prognose und Therapiemöglichkeiten. Nur so können sie sich für die geeignete Therapie entscheiden; und nur so entsteht ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis, das wir als Fundament unserer Arbeit verstehen.

3. Therapie
Wir erstellen für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept und koordinieren die zum Teil sehr komplexe Tumortherapie. Alle Therapien werden ambulant in unserer Praxis durchgeführt. Dort werden Sie von versierten Fachkrankenschwestern betreut. Der Aufenthalt dauert von 30 Minuten bis zu 8 Stunden, je nach Erkrankung und Art der Therapie.

Folgende Therapien führen wir durch:

  • Intravenöse Chemotherapie 
    (Die Chemotherapien werden direkt vor Ort im Zytostatika-Labor des paderlog unter höchsten Sicherheitsstandards hergestellt.)
  • Immuntherapien
  • Antihormonelle Therapie
  • Gabe von Blut und Blutbestandteilen
  • Punktionen
  • Schmerztherapie

4. Nachsorge
Wir begleiten Sie auch über die akute Erkrankung hinaus und sind jederzeit für Beratungstermine und Nachsorgeuntersuchungen für Sie da. Denn gerade bei Hämato-Onkologischen Erkrankungen ist die kontinuierliche ärztliche Betreuung der Schlüssel zu einer dauerhaft beschwerdefreien Lebenssituation.

Team & Kontakt
Das Team der Praxis für Hämatologie und Onkologie im MVZ im MediCo

Praxis für Hämatologie und Onkologie
Husener Straße 48
33098 Paderborn
Tel: 05251 5401310
Fax: 05251 5401315
onkologie@mvz-im-medico.de

Ärzteteam

Harald Müller-Huesmann
Ärztlicher Leiter des MVZ im MediCo
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, Palliativmedizin, ESMO Zertifikation
Husener Straße 48
33098 Paderborn
Details
Dr. med. Oliver Kuhlmann
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie
Husener Straße 48
33098 Paderborn
Details

Praxisorganisation

Elke Ott
Teamleitung Praxis für Hämatologie und Onkologie
Details
Patienteninfo

Informationen für Krebspatienten zur Covid-19-Impfung

(Letzte Überarbeitung – 30.05.2021)

Die Klinik für Hämatologie und Onkologie des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn empfiehlt in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) die Impfung gegen Covid-19 ausdrücklich und bevorzugt für Patienten mit einer Krebserkrankung.

Zugelassene Impfstoffe und Wirksamkeit

Aktuell stehen in Deutschland vier Impfstoffe (Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Janssen (Johnson & Johnson)) zur Verfügung. Alle vier Impfstoffe bieten einen hervorragenden Schutz vor schweren Covid-19-Verläufen. Bei der Betrachtung der Wirksamkeit ist immer zu berücksichtigen, dass es ganz vorrangig darum geht, die wirklich schweren Verläufe von Covid-19 zu verhindern. Obwohl also z.B. der AstraZeneca Impfstoff in der zur Zulassung führenden Studie das Risiko an Covid-19 zu erkranken nicht ganz so stark senken konnte wie der Impfstoff von Biontech/Pfizer, bleibt er ein exzellenter Impfstoff, denn keiner der Studienteilnehmer, weder in den Zulassungsstudien der mRNA-Impfstoffe noch in der zur Zulassung führenden Studie des AstraZeneca-Impfstoffes, musste wegen Covid-19 stationär aufgenommen werden oder ist an Covid-19 gestorben. Schwere Verläufe werden somit definitiv von allen Impfstoffen zuverlässig verhindert. Anders gesagt schützt der AstraZeneca-Impfstoff zwar nicht ganz so gut vor harmlosem Husten wie die mRNA-Impfstoffe, verhindert aber sehr zuverlässig schwere, zu stationären Aufnahmen oder gar zum Tod führende Covid-19-Verläufe. Nach derzeitigem Kenntnisstand gilt dies auch für Infektionen durch die bisher in Deutschland relevanten Virusmutanten.

Nebenwirkungen

Die Verträglichkeit der jetzt zugelassenen Impfstoffe ist gut. Allerdings treten bei vielen Impflingen Schmerzen an der Injektionsstelle auf. Im Laufe der nächsten 24-48 Stunden kann es zu einer in der Regel nur kurz anhaltenden Impfreaktion in Form von Müdigkeit (Fatigue), Kopfschmerzen und seltener auch Fieber kommen. Bei den mRNA-Impfstoffen sind die Reaktionen häufig nach der zweiten Impfung heftiger als nach der ersten, bei dem AstraZeneca-Impfstoff ist es genau umgekehrt. Impfstoffe reichern sich nicht, wie es bei Medikamenten möglich ist, im Körper an, sondern werden schnell abgebaut. Langzeit-Nebenwirkungen, also Nebenwirkungen, die erst Monate bis Jahre nach einer Impfung auftreten, sind bei Impfungen deshalb bisher generell nicht aufgetreten und demgemäß auch für die Covid-19-Impfungen nicht zu erwarten.

Eine seltene Nebenwirkung, die den AstraZeneca und den Janssen-Impfstoff betrifft, ist das Auftreten von Thrombosen in Kombination mit einem Abfall der Blutplättchen (Thrombopenie). Diese schwere, teilweise tödlich verlaufende Nebenwirkung wurde überwiegend bei Frauen im Alter ≤55 Jahren beobachtet. Es wird deshalb empfohlen, AstraZeneca bzw. Janssen erst ab einem Alter von ≥60 Jahre zu verwenden. Trotzdem bleibt der Einsatz der Impfstoffe unterhalb dieser Altersgrenze nach ärztlicher Aufklärung und bei individueller Risikoakzeptanz durch den Patienten möglich.

Die Sorge vor weiteren seltenen Nebenwirkungen ist wahrscheinlich unbegründet. Da inzwischen Millionen Impfdosen weltweit verabreicht wurden, wären weitere sehr seltene Nebenwirkungen inzwischen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aufgefallen.

Wie lange hält der Impfschutz?

Es ist derzeit unklar, wie lange der Impfschutz anhält. Um langfristig gegen Covid-19 geschützt zu sein, könnten, ähnlich wie bei anderen Erkrankungen, regelmäßige Auffrischimpfungen notwendig sein. Bei weiteren Mutationen des Virus könnte es auch sinnvoll sein, im Verlauf den Impfstoff anzupassen. Erfreulicherweise wäre eine solche Anpassung mit den modernen genetischen Impfstoffen vergleichsweise einfach durchzuführen. Weitere Erfahrungen bleiben abzuwarten, bis hier genauere Aussagen gemacht werden können. Gemäß derzeitigen Empfehlungen sollten ehemals an COVID-19 erkrankte Personen etwa 6 Monate nach Genesung geimpft werden.

Ist es sinnvoll den Impfschutz durch Blutuntersuchungen zu überprüfen?

Der Gedanke liegt nahe, dass die Bestimmung der SARS-CoV-2 Antikörper im Serum darüber Auskunft geben könnte, ob durch die Impfung eine Immunität gegen das Virus erreicht wurde. Wichtig ist hier zu wissen, dass dies bisher nicht hinreichend überprüft wurde, so dass überhaupt nicht bekannt ist, ob niedrige Antikörpertiter fehlende Immunität und hohe Antiköpertiter sichere Immunität bedeuten. Völlig außer Acht gelassen bleibt bei der Bestimmung von Antikörpern auch die zelluläre Immunabwehr, die aber bei dem Aufbau von Immunität gleichfalls eine große Rolle spielt. Da man also aus den Ergebnissen einer Messung der SARS-CoV-2 Antikörper keinerlei Empfehlungen für das weitere Vorgehen ableiten kann, wird derzeit eine routinemäßige Bestimmung von Antiköpern zur Überprüfung der Immunität nicht empfohlen. Hier bleibt die weitere Entwicklung mit den daraus resultierenden Empfehlungen abzuwarten.

Besonderheiten für Patienten mit bösartigen Erkrankungen

Patienten mit bösartigen Erkrankungen wird eine Impfung vorrangig empfohlen. Es gibt keine krebsspezifischen Kontraindikationen gegen eine COVID-19-Schutzimpfung. Insbesondere stellen aktuelle oder stattgehabte Tumortherapien keine Kontraindikation dar.

Besonders wichtig ist die Impfung für folgende Patientengruppen:

Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen, insbesondere mit:

  • Akuten und Chronischen Leukämien
  • Malignen Lymphomen
  • Multiplem Myelom
  • Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren, deren Erkrankung nicht in Remission ist oder deren Remissionsdauer < 5 Jahre beträgt.
  • Patienten vor, unter oder nach einer Chemotherapie, einer gezielten Therapie und/oder einer Immuntherapie

Bedeutsam ist, dass generell von einer Reduktion der Effektivität der Impfung bei Patienten mit bösartigen Erkrankungen auszugehen ist, die je nach zugrundeliegender Erkrankung und Therapie gering oder sehr stark ausgeprägt sein kann. Hier sind vor allem Patienten unter einer Therapie mit Anti-CD20-Antikörpern (z.B. Rituximab, Obinutuzumab), BTK- oder BCL-2-Inhibitoren (z.B. Ibrutinib, Venetoclax) und Patienten nach einer Stammzelltransplantation zu nennen. Ist die Impfung in solchen Situationen nicht vor Einleitung der Therapie möglich, kann es deshalb sinnvoll sein, mit der Impfung 3-6 Monate nach der letzten Medikamentengabe bzw. nach der Stammzelltransplantation zu warten. Es muss betont werden, dass diese Empfehlung auf der Annahme beruht, dass kein oder nur ein abgeschwächter Impfschutz aufgebaut wird. Hinweise für schädliche Auswirkungen einer Covid-19-Impfung in diesen Situationen haben sich definitiv nicht ergeben. In jedem Fall ist der beste Zeitpunkt für die Impfung mit Ihrem behandelnden Hämatologen/Onkologen abzustimmen.

Beibehaltung der Schutzmaßnahmen

Unbedingt erforderlich ist es, dass die empfohlenen Schutzmaßnahmen weiterhin beachtet werden. Eine Aufhebung der Kontaktbeschränkungen ist wahrscheinlich nur sicher für den Kontakt mit gesunden Geimpften, bei denen ein Impfschutz mit hoher Wahrscheinlichkeit vorliegt. Bei Kontakt mit anderen geimpften Krebspatienten oder aus anderem Grund immunsupprimierten Patienten ist diese Sicherheit nicht gegeben.

Bescheinigungen für Patienten mit bösartigen Erkrankungen

Nach aktueller Rechtsverordnung haben, neben Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt, Anspruch auf eine Schutzimpfung mit hoher Priorität (Kategorie 2). Hierfür bedarf es einer Bescheinigung, die sie von uns erhalten können. Allerdings wird ab dem 7. Juni 2021 in Arztpraxen bundesweit die Priorisierung aufgehoben, so dass zumindest in den Arztpraxen dann Bescheinigungen nicht mehr notwendig sein dürften.

Weitere Informationen

https://www.116117.de

https://www.mags.nrw/coronavirus-impfablauf

https://www.zusammengegencorona.de/

https://www.pei.de/DE/home/home-node.html

https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Kontaktdaten:

Dr. med. T. Gaska

Sekretariat der Klinik für Hämatologie und Onkologie
Frau S. Gaska
Husener Str. 46
33098 Paderborn

Telefon 05251 702-1425 
Telefax 05251 702-1429
s.gaska@bk-paderborn.de

    Häufige Fragen

    Welche Fragen sollte ich in einem Arztgespräch stellen?

    Damit Sie wirklich umfassend informiert sind und möglichst viele Aspekte ihrer Erkrankung berücksichtigen können, empfehlen wir immer, sich gut auf die Arztgespräche vorzubereiten. Auch wenn wir versuchen, Ihnen alles wichtige mittzuteilen, ist es hilfreich, dass Sie sich im Vorfeld mit Ihren Fragen auseinandersetzen.
    Wir haben Ihnen zahlreiche Anregungen zusammengestellt.

    Allgemeine Fragen

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für meine Krebserkrankung?
    Welche Vorteile und/oder Risiken haben die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten?
    Wie wird sich meine Erkrankung zukünftig wahrscheinlich entwickeln?
    Wird mein Hausarzt in die Behandlung einbezogen?
    Kann ein Familienmitglied die gleiche Erkrankung bekommen?
    Kann mich ein Angehöriger oder Freund begleiten?
    Welchen Einfluss hat mein Diabetes auf die Behandlungsmöglichkeiten?
    Welchen Einfluss hat meine Herzerkrankung?
    Muss ich meinen Lebensstil verändern?
    Wie schnell muss ich eine Entscheidung für die vorgeschlagene Behandlung treffen?

    Fragen zu Untersuchungen

    Welche Untersuchung wird durchgeführt/ ist geplant?
    Ist die Untersuchung schmerzhaft?
    Warum muss diese Untersuchung gemacht werden?
    Ist die Untersuchung wichtig für meine weitere Behandlung?
    Benötige ich auch während meiner Behandlung immer wieder Untersuchungen?
    Wann wird das Ergebnis mit mir besprochen?
    Erhalte ich sofort nach der Untersuchung das Ergebnis?
    Wen kann ich anrufen, wenn ich noch Fragen zu einer Untersuchung habe?

    Fragen zur Behandlung

    Welche Behandlung empfehlen Sie mir?
    Welche Behandlungen kann ich ambulant durchführen und wann ist ein stationärer Aufenthalt notwendig?
    Werde ich auch von meinem Hausarzt während der Therapie behandelt?
    Führt die Behandlung dazu, dass ich körperlich eingeschränkt bin?
    Was kann gegen die Schmerzen getan werden?
    Was geschieht, wenn ich die Behandlung abbreche?
    Muss ich während der Behandlung meine Ernährung umstellen?
    Kann es geschehen, dass meine Behandlung abgebrochen werden muss und gibt es dann andere Möglichkeiten?
    Gibt es Medikamente, die ich nicht mehr nehmen kann?
    Welche alternativen Therapien sind möglich und kann ich diese parallel erhalten?
    Wen kann ich anrufen, wenn es mir während meiner Behandlung schlecht geht?
    Erhalte ich einen Therapiepass, in dem alle meine Therapien eingetragen sind?

    Fragen zu Medikamenten

    Wofür ist dieses Medikament?
    Was muss ich bei der Einnahme des Medikaments beachten?
    Wann beginnt das Medikament zu wirken?
    Wie lange werde ich das Medikament erhalten?
    Verträgt sich das Medikament mit meinen anderen Medikamenten?
    Kann ich das Medikament absetzen, wenn ich mich besser oder schlechter fühle?

    Fragen zu Nebenwirkungen

    Gibt es Nebenwirkungen während der Behandlung?
    Kann ich die Nebenwirkungen reduzieren, wenn ich bestimmte Speisen und Getränke meide?
    Muss ich mich sofort melden, wenn ich Nebenwirkungen spüre?
    Wen kann ich anrufen, wenn ich Nebenwirkungen spüre und mein nächster Termin im CIO erst Tage später ist?
    Gibt es Medikamente, die die Nebenwirkungen reduzieren?
    Vertragen sich die Medikamente, die ich für meine Grunderkrankung nehme und die meiner Krebstherapie?

    Fragen zu Unterstützung und Hilfsangeboten

    Erhalte ich Telefonnummern, die ich anrufen kann, wenn es mir schlecht geht?
    An wen wende ich mich, wenn ich nach der Behandlung einen Ansprechpartner brauche?
    Erhalte ich einen Nachsorgepass?
    Wie vereinbaren wir Nachsorgetermine?
    Kann ich trotz meiner Krebserkrankung Sport treiben?    

    Welche Nebenwirkungen können bei der Krebstherapie auftreten?

    Jede Chemotherapie ist unterschiedlich und jeder Patient reagiert anders darauf. Deswegen ist es schwer eine allgemeingültige Aussage zu treffen.

    Häufige Nebenwirkungen aber sind Übelkeit, Durchfall, Schleimhautentzündungen, Haarausfall, Erschöpfungszustände und Infektionen. Die Nebenwirkungen entstehen, weil die Zytostatika nicht nur die Krebszellen angreifen, sondern auch gesundes Gewebe schädigen können.

    Aufgrund der Wirkstoffe und ihrer Wirkweise gilt dies besonders für Zellen, die sich - genauso wie Tumorzellen - schnell teilen. Deshalb sind vor allem das blutbildende Knochenmark sowie die Zellen der Haarwurzeln und der Schleimhäute des Verdauungstraktes betroffen.

    Was tun gegen Übelkeit und Erbrechen?

    Von allen möglichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie sind Übelkeit und Erbrechen die am meisten gefürchteten. Aber nicht alle Therapien verursachen Übelkeit. Wenn wir ein Medikament geben, das als Nebenwirkung Übelkeit verursachen kann, geben wir vorbeugend auch direkt Medikamente dagegen. Diese werden oft als Infusion mit der Therapie verabreicht. Für zu Hause verordnen wir eine individuelle Medikation:

    Heutzutage gibt es eine ganze Bandbreite an Übelkeitsreduzierenden Medikamenten die sogenannten Anti-Emetika b. Sie können einzeln oder in Kombination gegeben werden. Bekannte Anti-Emetika sind beispielsweise Metoclopramid oder die 5-HT3-Blocker Ondansetron und Granisetron. Letztere blockieren die Signalübertragung durch das Serotonin. Auch angstlösende Medikamente kommen - vorzugsweise bei der Behandlung der antizipatorischen Übelkeit - zum Einsatz. Sie sollen neben psychologischen Verfahren helfen, den Teufelskreis aus Übelkeit, Angst und wieder Übelkeit zu durchbrechen.

    Was kann ich selbst für mein Wohlbefinden tun?

    • Vermeiden Sie Aufregung  und suchen Sie ruhige Ablenkung wie Musik, Spaziergänge oder Entspannung
    • Lutschen Sie frische Bonbons z.B. mit wie Zitronen- oder Pfefferminzgeschmack
    • Tees wirken beruhigend. Besonders empfehlenswert ist  Pfefferminz-Melisse-Tee, der besonders krampflösend und entspannend wirkt
    • Achten Sie auf leichte Koste, die möglichst wenig belastet. Auch das Lust-Prinzip sollten Sie besonders achten: Worauf Sie richtig Appetit haben, werden Sie am besten vertragen. Ernährungsberatungen können ergänzend wertvolle TippS für die optimale Ernährung während der Krankheitsphase geben.
    • Sollten Sie sich dich übergeben müssen, ist eine gründliche Mundhygiene wichtig, um den negativen Einfluss der Magensäure im Mundraum einzudämmen.

    Ich verliere viel Gewicht – ist das in Ordnung?

    Bösartige Erkrankungen führen oft zu Gewichtsverlust, der schwächen kann. Chemotherapien können dieses Problem durch Inappetenz und Geschmacksstörungen noch verstärken.

    Es ist wichtig die Gewichtsveränderung aufmerksam zu betrachten und zu behandeln. Daher empfehlen wir, dem Gewichtsverlust so früh wie möglich entgegenzuwirken und arbeiten eng mit Ernährungsberatern zusammen.

    Was bedeutet Fatigue und was kann man dagegen tun?

    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit. Das sind Symptome die am häufigsten von Patienten geschildert werden. Diese Reaktion, die auch nach der Behandlung noch fortdauern kann, wird Fatigue genannt.

    Dieser Erschöpfungszustand kann auch durch ausreichend Schlaf nicht behoben werden. Sowohl die anstrengende Therapie, die häufig begleitende Anämie als auch die psychische Belastung sind dafür verantwortlich.

    In erster Linie setzt die Therapie bei der Gegensteuerung der Blutarmut durch Transfusionen und einem moderaten Ausdauertraining zur langsamen Steigerung der Leistungsfähigkeit an.

    Was bedeutet eigentlich Supportivtherapie?

    Wirksame Therapien gegen schwerwiegende Erkrankungen greifen zumeist sehr stark in den gesamten Körper ein und können schwerwiegende Folgen haben. Durchfall, Hautrötungen sogar  Herzschäden können Begleitumstände sein. Neben der eigentlichen Behandlung der Krankheit kümmern wir uns deshalb zusätzlich um unterstützende Maßnahmen, mit denen sich belastende Symptome verhindern oder abmildern lassen, das ist die Supportivtherapie.

    Zur Supportivtherapie zählen:

    • Schmerztherapie
    • Ernährungsberatung
    • Psychoonkologische Unterstützung
    • Bewegungstherapie
    • Pflegerische Hilfe
    • Spirituelle Unterstützung
    • Vieles mehr, was hilft, individuelle Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu schaffen

    Welche Bedeutung haben Studien in der Tumortherapie?

    An einer Studie teil zu nehmen, bedeutet einen Beitrag zur medizinischen Fortschritt zu leisten. Schön und gut. Aber was habe ich davon? Soll wirklich ausgerechnet ich die neuen Medikamente ausprobieren?

    Die Antwort ist relativ einfach: Sie haben dadurch die Chance, wirkkräftigere Mittel zu erhalten, die einen größeren Therapieerfolg ermöglichen können. Wichtig zu wissen ist, dass die Medikamente bereits zu gelassen sind. In solchen Studien geht es dann um Therapieoptimierungen, die sich auf die Dosierung oder die Kombination mit anderen Mitteln beziehen. Berücksichtigt werden muss auch, dass keinem Patienten, der an einer Studie teilnimmt, ein Behandlungsnachteil entstehen darf. Das ist im Arzneimittelgesetz festgeschrieben und die Ethikkommission achtet auf diese Einhaltung.

    Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite des Studienzentrums des Brüderkrankenhauses St. Josef Paderborn

    Ich fühle mich mit der Krankheit überfordert. Was kann ich tun?

    Schwerwiegende Erkrankungen gehen nicht spurlos an einem vorbei. Ängste, Sorgen, Überlastung sind häufige Folgen - mit denen Sie nicht allein bleiben müssen. Darüber zu sprechen, sich verstanden zu fühlen oder sich mit anderen Betroffenen austauschen zu können, bringt Entlastung. 

    Jedem Menschen steht psychotherapeutische Begleitung offen. Die von den Krankenkassen gezahlt werden. Es gibt zudem auf onkologische Fragen spezialisierte Psychologen, sogenannte Psychoonkologen. Eine Übersicht über alle Therapeuten in Paderborn finden Sie auf der Seite des Psychotherapeutenvereins

    Außerdem gibt es verschiedene Selbsthilfegruppen, die in Paderborn sehr aktiv sind. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite der Paderborner Selbsthilfekontaktstelle und auch die Deutsche Krebshilfe bietet Informationen und Unterstützung an.

    Kann ich auch mit Chemotherapie ein gutes Leben führen?

    Ein "gutes Leben" ist sehr subjektiv und hängt in erster Linie von der persönlichen Einstellung ab.

    Die Chemotherapie wird Ihr Leben verändern. Es gehört zum Allgemeinwissen, dass es nahezu bei jeder Chemotherapie zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt.

    Weniger bekannt ist hingegen, dass es mittlerweile eine Reihe von Begleitmedikamenten gibt, die stark belastende Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Müdigkeit verringern oder gar verhindern können.

    Habe ich ein Recht auf eine ärztliche Zweitmeinung?

    Natürlich. Ärzte sind zwar medizinische Experten, aber nicht unfehlbar. Und auch wir suchen Rat bei unseren Kollegen, holen zweite Meinungen ein.

    Es ist kein Zeichen von mangelndem Vertrauen, wenn man sich in solchen Situationen fragt, ob es nicht sinnvoll wäre, die Meinung eines zweiten Experten oder einer zweiten Expertin einzuholen.

    Die Kosten für eine Zweitmeinung trägt in aller Regel die Krankenkasse. Um Sicher zu gehen, empfiehlt es sich jedoch, vorher mit der Kasse Kontakt aufzunehmen.

    Wie gehe ich mit Freunden und Verwandten um?

    Unsere Erfahrung zeigt, dass sich die meisten Patienten durch die intensive Auseinandersetzung mit Ihrer Erkrankung schnell in der neuen Lebenssituation zu Recht finden - mit allen Höhen und Tiefen.
    Das Umfeld hingegen tut sich oft weit schwerer damit. In erster Linie ist das auf Unsicherheiten zurückzuführen.

    • Was kann ich sagen?
    • Was darf ich Fragen?
    • Wieviel Hilfe und Fürsorge tut gut?

    Unser Tipp lautet daher: Reden Sie so offen, Sie können. Formulieren Sie Ihre Wünsche, setzen Sie freundlich Ihre Grenzen. Sie helfen damit Ihren Freunden, Verwandten und Bekannten, Sie in dieser von Krankheit geprägten Lebensphase zu begleiten.

    Wo erhalte ich Auskünfte zu Sozialleistungen?

    Beratung und Hilfeleistungen in allen sozialrechtlichen Fragen bieten die Krebsberatungsstellen an. Direkt in Paderborn übernimmt dies die Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. 

    Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland und die Deutsche Krebshilfe bieten auch ein breites Online- und Telefonberatungsangebot an.

    Was versteht man unter Palliativmedizin und Hospizen?

    Die Palliativmedizin ist die ganzheitliche Behandlung von unheilbar kranken Patienten. Das Ziel der palliativen Therapie ist es, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern. Insbesondere die Linderung von Schmerzen und die Behandlung von körperlichen, psychosozialen und spirituellen Belastungen stehen bei der palliativmedizinischen Therapie im Vordergrund. 

    Unsere Ärzte engagieren sich seit langem in der Palliativmedizin. Frau Dr. Horstmeyer verfügt über die Gebietsbezeichnung Palliativmedizin, die eine zusätzliche Ausbildung und Prüfung erfordert. Sie hat viel Erfahrung in der Betreuung von Palliativpatienten im ambulanten und stationären Umfeld.

    Gemeinsam arbeiten wir eng mit dem Palliativnetz Paderborn zusammen.

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